Belgique, Belgique

30 Jul

Het gebeurt niet elke dag: een lied over België horen, in het Duits nog wel.

De acteur-muzikant Friedrich Liechtenstein (°1956) raakte bekend door een reclamespot voor de Duitse supermarktketen Edeka, waarin hij met zijn typerende diepe stem nogal ironisch het volledige Edeka-gamma – van melk tot wc-papier – aanprijst als ‘supergeil’. De clip werd al meer dan 11 miljoen keer bekeken.

Vorige maand bracht Liechtenstein zijn nieuwe CD ‘Bad Gastein‘ uit, vernoemd naar een mondain skioord in Oostenrijk. Daarop prijkt de song ‘Belgique, Belgique’, waarin Liechtenstein tien minuten lang vertelt over zijn drie reizen naar België. Tijdens de Expo in 1958 bezocht hij (of althans de zanger) het Amerikaans Paviljoen aan het Atomium (“ik was vriendelijk en zag er extreem goed uit”). In 2000 bleek die plek verworden tot een ontmoetingsplaats voor bejaarden. Niet echt de plek voor een ‘supergeile’ senior als Friedrich Liechtenstein…

1958 war ich das erste mal in Belgien,
in Brüssel, auf der Expo.
Ich war damals 30 Jahre alt,
war freundlich und sah extrem gut aus.
Ich nahm mir ein Zimmer bei Madame Cuvelier in der Avenue Blumendahl
und weil Madame mich mochte,
gab sie mir das Zimmer unter dem Dach,
neben den Tänzerinnen der Blue Belle Group.
Madame Blue Belle war eine ganz große Choreographin in Paris,
aber nicht so groß wie Busby Berkley in der Welt.
Belgique, Belgique, Belgique!
Er kommt nie mehr zurück, Brigitte.
Je suis fatigué, Bruxelles
sous la neige.
Beim Salzborgen betrat ich dann das erste mal das Zimmer von Nancy, Louise und Douey.
Ich wollt’ schon wieder gehen,
da trafen mich die Blicke aus dem Electric Ladyland…
Mein Körper versorgte mich mit Drogen.
Nancy war klein, weiß und weich. Douey war groß, hart und heiß.
Louise war dunkel und warm.
Danach gingen wir in den amerikanischen Pavillon,
in das größte bis dahin gebaute kreisrunde Gebäude mit einem Loch in der Mitte
für wichtige Bäume aus dem königlichen Park.
Ich war bei allen Tänzerinnen, wenn sie mal eine Pause hatten.
Nach der Show, so gegen vier, stieg ich mit ein paar Tänzerinnen,
von denen nicht einmal die Hälfte Amerikanerinnen waren,
in den unbeleuchteten Pool.
Ich rutschte aus und machte merkwürdige Geräusche.
Die Frauen nannten mich dann: Delphinmann.
Belgique, Belgique, Belgique!
Er kommt nie mehr zurück, Brigitte.
Je suis fatigué, Bruxelles
sous la neige.
Zurück in den brandenburgerischen Wäldern ging es mir nicht gut.
Eine Idee war es, Fremdenlegionär zu werden.
Ich ging nach Marseille, schrieb mich ein.
Algerien war ein Massaker.
Nach fünf Jahren hatte ich genügend Geld für einen schwarzen Alfa Romeo.
Den kaufte ich mir und fuhr die Corniche hoch und runter.
Mit meinem Freund Dominique gründete ich eine freie Tankstelle
und ich heiratete die Tochter eines polnischen Bauunternehmers, Halena.
Die starb, als unser Sohn Bob zur Welt kam.
Bob brachte ich zum Großvater nach Gdansk.
Ich ging zurück in die Legion, in die Südsee,
und schaute dort vielleicht ein paar Mal zu oft in das gleissende Licht der Explosionen.
Belgique, Belgique, Belgique!
Er kommt nie mehr zurück, Brigitte.
Je suis fatigué, Bruxelles
sous la neige.
1970 war ich wieder in Belgien, wieder in Brüssel.
Der hellblaue, weiß abgesetzte Oktagonpavillon am Eingang
zum nunmehr verwahrlosten Expopark ist nun eine Diskothek.
Bei einem Song von den Tall Kings hatte ich eine Art Coming Out als Gogo Dancer.
Wer Antikriegsfilme kennt, weiß, die Welt der Kämpfer ist nur
einen schmalen Grat entfernt vom schlimmsten Tuntenkitsch.
Dort traf ich dann wieder die Tochter der Vermieterin, Brigitte.
Sie zeigte mir den Eingang zu einer unterirdischen Freimaurerloge.
Dort sah ich mein zweites Ich.
Es war rot und wurde geprügelt.
Ich konnte ihm nicht helfen.
Belgique, Belgique, Belgique!
Er kommt nie mehr zurück, Brigitte.
Je suis fatigué, Bruxelles
sous la neige.
2000 war ich wieder in Belgien, wieder in Brüssel.
Der hellblaue, weiß abgesetzte Oktagonpavillon ist nun ein Seniorentreff.
Ich war das erste mal mit so vielen Gleichaltrigen in einem Raum und begriff, wie alt ich wirklich bin.
72 ist kein gutes Alter für einen Gogo Dancer.
Ich ging nach Biaritz und täuschte dort einen Badeunfall vor.
So gelangte ich in die Arme der deutschen Krankenschwester Barbara.
Die pflegte mich — bis ich kein Geld mehr hatte.
Irgendwann fanden wir die wandernden Bocciasäle.
Das sind große geodesic domes, die in der nördlichen Hemisphäre für Glück sorgen sollen.
Dort gab es Bocciabahnen und eine kleine Bühne für ein zweifelhaftes Showprogramm.
Ich bekam den Job Kugelfisch, ich musste die Kugeln einsammeln, wenn sie über die Bande sprangen.
An einem Abend wie diesem machte ich eine merkwürdige Bewegung und starb.
Aber das war nicht schlimm.
Ich machte Platz für mein ZWEITES ICH.
Und das war nicht DELPHINMANN.
Das war
// ELEVATOR MAN //
Das Leben kann sehr kurz sein, wenn man sich auf zu wenig Dinge konzentriert.

 

Video’s: Youtube.

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